GENERELL

Auf dieser Seite möchte ich einige Projekte vorstellen, die ich in den Bereichen Coaching und Marketing für Künstler realisiert habe.


 

Künstlergespräch

regelmäßige Treffen

Mit der Eröffnung meiner Galerie 2006 rief ich das regelmäßige Künstlergespräch ins Leben. Drei Jahre lang fanden die Treffen ein mal pro Woche statt. Sie hatten mehrere Ziele.

Hemmschwellen abbauen:

Einerseits sollten sie eine zwanglose Möglichkeit des Austausches und Kennenlernens zwischen Künstlern und Kunstinteressierten sein. D.h. auch etwaige Hemmschwellen potentieller Kunden der Künstler abbauen. Die jeweils ausstellenden Künstler waren anwesend und standen Rede und Antwort.
Aufgeräumt werden sollte mit dem Klischee, der Künstler sei ein unsoziales, arrogantes Subjekt, sowie mit der verbreiteten Annahme, wer keine Ahnung von Kunst habe, solle doch auch bitte nicht in Galerien gehen und schon gar keine Fragen stellen.

feedback:

Außerdem konnten Autoren, Musiker, Performer, Schauspieler,... und natürlich auch bildende Künstler ihre Werke, Ideen und Konzepte in diesem kleinen Kreis präsentieren und zur Diskussion stellen. Wer nicht weiterkam, ein technisches Problem hatte, sonstige Fragen oder einfach mal andere Meinungen dazu hören wollte, konnte den Kreis nutzen.

Austausch & Information:

In regelmäßigen Abständen wurde über aktuelle Ausschreibungen, Förderungen und Wettbewerbe informiert. Außerdem wurden konkrete Themen oder Probleme erörtert: interessante Ausstellungen, Fragen zur KSK, Ärger mit der Agentur für Arbeit, Fragen zur Rechnungsstellung, Sonderangebote für Künstler,... Jeder war herzlich willkommen, seine Fragen und sein Wissen mit allen zu teilen.
 

Hilfe zur Selbsthilfe

Fortbildung für arbeitslose Künstler

Mehr als 10.000 Kreative tummeln sich auf Deutschlands Kunstmarkt - leben können davon die wenigsten.

So wird das Thema Selbstvermarktung auch für Künstler immer wichtiger. (Artikel im Kunstmagazin)

Dass dabei das Internet nicht mehr zu ignorieren ist, stellt für viele immer noch eine Hürde dar. Veranstaltungshinweise werden online geschaltet, Pressetexte per e-mail versandt, Informationen bekommt man einfach, pünktlich und papierfrei als "newsletter" zugeschickt.

Auch vom Aufbau von Netzwerken ist man als "Internet-Ignorant" heute größtenteils ausgeschlossen: In Internetforen werden fröhlich Infos ausgetauscht. Einladungen zu kulturellen Veranstaltungen, Seminaren und vergleichbar Hilfreichem kommen immer häufiger auf dem elektronischen Weg daher.

Und noch schlimmer: auch der Galerist hätte Anschreiben und Vita oft gern als Textdatei im Anhang,... und Bildmaterial dann bitte als "jpg."!

Nun sind diese "modernen Medien" ja auch gar nicht mehr so neu, und so hat, wer den Anschluß an sie verpasst hat, nicht nur schlechte Karten, sondern auch Hemmungen, sein Unwissen durch Fragen kundzutun.

Weitere Hemmungen und Unwissenheit besteht bei Themen wie Selbstvermarktung, Pressearbeit und Fördermittelacquise.

Das Projekt fand vom 18.03. - 22.06.2008 statt.

Es sollte diese Defizite ausgleichen und den Künstlern damit nicht nur bessere Chancen auf dem Kunstmarkt sondern auch auf dem Arbeitsmarkt vermitteln. Das Angebot umfasste, neben dem Aufbau eines Netzwerks, Seminare und Workshops zu marketingrelevanten Themen in Kombination mit den Grundlagen des Internets. Auch über alternative, bzw. ergänzende Erwerbsformen wurde nachgedacht.

Projektergebnisse, eine kollektive Visitenkarte und Werke der Künstler wurden zum Abschluß des Projekts in meiner Galerie ausgestellt.

Das Projekt wurde gefördert vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) und dem Europäischen Sozialfonds der Europäischen Union.
 

Künstlerbranchenbuch

Nachschlagewerk für künstlerische Dienstleistungen

Um die Kunst- und Kulturschaffenden des Reuterquartiers (nördlicher Teil des Bezirks Neukölln von Berlin) auch nachhaltig und unter dem Aspekt zukünftiger wirtschaftlicher Erfolge und Stabilisierung zu unterstützen, habe ich im Zuge des Adventsparcours (kulturelle Veranstaltung im Dezember im Reuterquartier) 2007 das Künstlerbranchenbuch ins Leben gerufen.

Es handelte sich um eine kleine Broschüre, die die Künstler nicht nur mit einer momentanen Aktion vorstellen, sondern die von ihnen ständig angebotenen Dienstleistungen auf lange Sicht bewerben sollte - ein Branchenbuch eben.

2008 ging mit dem dritten Adventsparcours eine zweite Auflage in Druck, in der sich die Anzahl der präsentierten Künstler im Vergleich zu 2007 von 24 auf 54 erhöht hat. Handelte es sich 2007 noch um einen gefalteten 6-Seiter, war 2008 nun schon ein 8-Seiter nötig.

2009 dann erschien das dritte Künstlerbranchen- buch als eigenständiges Heft mit 20 Seiten. Sämtliche Texte und Bezeichnungen waren in dieser Ausgabe erstmalig auch ins Englische übersetzt.

Die insgesamt 7500 Hefte wurden in Cafés, Bars, Mode-, Design- und "life-style"- Geschäften, sowie anderen geeigneten Orten berinweit verteilt und verschickt.

Zu allen drei Ausgaben wurde auch jeweils eine onlien-Version erstellt. 2009 ist hier zu sehen, 2008 als Bestandteil des Adventsparcours, sowie auch 2007 unter dem Menüpunkt kreatives Branchenbuch

Ziele:

Die wirtschaftliche Unabhängigkeit der Kunst- und Kulturschaffenden soll mit diesem Werbemittel längerfristig unterstützt werden. Insbesondere für bildende und darstellende Künstler ohne eigene örtlichkeit ist es wichtig, auch außerhalb kultureller Veranstaltungen eine Plattform zur Präsentation ihrer Dienstleistungen und Waren zu haben.

Das Künstlerbranchenbuch wurde durch die Europäische Union, die Bundesrepublik Deutschland
und das Land Berlin im Rahmen des Programms »Zukunftsinitiative Stadtteil« Teilprogramm »Soziale Stadt« gefördert.
Investition in Ihre Zukunft!